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Laos / Landwirtschaft / Kleinerzeuger

6. November 2014

Laos ist eines des ärmsten Länder Südostasiens. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes und die Haupteinkommensquelle für die Mehrheit der Bevölkerung. Seit einigen Jahren betreibt die Regierung eine Politik der Liberalisierung des Handels und setzt auf ein Entwicklungsmodell, das exportorientiert ist und damit großflächige und ertragreiche Monokulturen wie Reisanbau fördert. Diese Umstellung auf eine exportorientierte Produktion zwingt die Erzeuger, sich ausschließlich auf den lukrativsten Anbau zu konzentrieren und ihre herkömmliche Produktion zur Ernährung ihrer Familie aufzugeben. Die einheimischen Landwirte geraten so stark unter Druck und ihre Ernährungssicherheit wird bedroht, da ihr Einkommen von den Unwägbarkeiten des Marktes und dem Ertrag eines einzigen Produktes abhängt. Die biologische Vielfalt ist ebenfalls gefährdet, da die Böden und natürlichen Ressourcen stark beansprucht werden.

Um die Bauern in diesen Zeiten des Wandels zu begleiten, unterstützt die Operation 11.11.11 das Projekt Oxfam-Solidarität mit dem Ziel, den Kleinbauern Zugang zur Verwendung natürlicher Ressourcen zu verschaffen, indem die Vielfalt ihrer Produktion erhöht und die Entstehung von Erzeugerorganisationen gefördert wird. Die drei Hauptarbeitsfelder sind die Vermittlung neuer Techniken im Bereich nachhaltige Produktion, die Finanzierung mithilfe verschiedener Mikrokredite und aktiv geleistete Hilfestellung beim Marktzugang sowie auf dem Weg hin zum fairen Handel.

Dank dieses Programms entstehen in einigen Dörfern neben der Massenproduktion von Reis und den Webereien viele alternative und rentable Wirtschaftszweige. Die Bauern in Nhotpieng und Oo in der Provinz Xieng Khouang bauen die Produktion und Vermarktung von Honig auf. Im Nachbardorf Phosy pflanzen alle Bauern nunmehr Tee an und erhalten weiterhin parallel ihren traditionellen Anbau und ihre Viehzucht, um ihre Familien zu ernähren. Der Erlös aus dem Verkauf des Tees kommt der Bildung der Kinder sowie Genossenschaft zugute, indem beispielsweise Investitionen in Maschinen getätigt werden.

Wie Sie sehen birgt diese Umstellung auf neue Anbau- und Produktionsformen zwar Gefahren, gleichzeitig bietet sie jedoch auch Chancen, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, die von der Landwirtschaft abhängen! Helfen Sie uns, die laotischen Bauern zu unterstützen, damit der bevorstehende Wandel ihrer Gemeinschaft dient und dazu beiträgt, ihren Lebensstandard zu verbessern.

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