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Ecuador / Amazonas - Sarayaku

2. November 2012

Ecuador: Schutz des Amazonas und der dort lebenden Völker

Seit den dreißiger Jahren sieht sich das Volk der Sarayaku verschiedener Eindringlinge in Ihrem Gebiet im Amazonas gegenüber und zwar von Seiten mehrerer Ölkonzerne, die dort Bohrungen und seismische Förderung durchführen. Einige sind ohne Erlaubnis und unter Anwendung von Gewalt eingefallen, manchmal unterstützt von Streitkräften, ohne die dort lebenden Menschen in Kenntnis zu setzen und ohne irgendwelche Abmachungen oder den kollektiven Landtitel, eingeräumt 1992, zu berücksichtigen.

Die Aktion 11.11.11 unterstützt MATM & Frontière de vie in dem Projekt WINLLA KAWSAYMANTA – „Gemeinsam für das Leben". Dieses Projekt hat die Bewusstseinsförderung bezüglich der Notwendigkeit des Schutzes des Amazonas und dem dort lebenden Volk der Sarayaku in der ecuadorianischen Bevölkerung zum Ziel.

Das Projekt widmet sich auch der Stärkung und Bekanntmachung der spezifischen Elemente des Tayak-Plans (Plan für nachhaltige Entwicklung), der von der Gemeinde der Sarayaku zum Schutz ihres Gebietes eingeführt wurde.

Dieser Plan besteht konkret aus vier Elementen: einem Gesundheitszentrum, einem gemeinschaftlichen botanischen Garten, einem interkulturellen und bilingualen Ausbildungs- und Lehrzentrum und einem Programm zur Erhaltung und zum Schutz des Gebietes und des Lebens im Amazonas. Das Ausbildungszentrum erarbeitet Materialien zur Sensibilisierung bezüglich des Schutzes des Tropenwaldes. Danach setzt die Verbreitung und Streuung des pädagogischen Materials auf lokaler und nationaler Ebene, sowie die Verzeichnung der Pflanzen und Bäume, die in diesem Gebiet wachsen, ein. Das pädagogische Lehrmaterial wird dann in andere lokale und regionale Sprachen übersetzt, um die Verbreitung zu vereinfachen.

Testimonial von Franklin Toala der indigenen Gemeinschaft von Sarayaku
Wir, etwa 1200 Personen, kämpfen seit Jahren gegen die, vom ecuadorianischen Staat unterstützen Förderungsprojekte im heimischen, von indigenen Völkern bewohnten Gebiet. Durch unsere Kampagne“Schrei„versuchen wir, unsere Arbeit zum Schutze von“Mutter Erde„weltweit bekannt zu machen. Ziel des Projektes ist es, die real bestehenden Bedürfnisse unserer Gemeinschaften zu definieren und unsere eigenen Vorschläge zum Schutz des Gebietes zu erarbeiten. Daher erarbeiteten wir verständliches pädagogisches Lehrmaterial. Außerdem ermöglicht das Projekt eine Streuung der Vorschläge der Sarayaku in der breiten Öffentlichkeit als Alternative zu einer weiteren Ausbreitung der Ölförderfirmen in diesem Gebiet.

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